Magenballon Fragen

In der heutigen Gesellschaft wird oftmals ein gewisses Schönheits- und Schlankheitsideal durch Medien und Werbung verbreitet. Dies kann auf der einen Seite zu Krankheiten wie Magersucht führen, auf der anderen Seite auch das weitere Zunehmen von übergewichtigen Menschen fördern, da diese von ihrem Umfeld oftmals verspottet und ausgeschlossen werden. Als Folge dessen verfallen viele Übergewichtige dem weiteren Überessen.

Neben den seelischen Problemen der Betroffenen können auch körperliche Schäden Folge des Übergewichts sein. Um aus dem Teufelskreis zu kommen müssen Übergewichtige in erster Linie wieder lernen „normal" und „gesund" zu essen. Doch so sehr sie sich auch bemühen, meist reicht der Wille allein nicht aus. Seit einigen Jahren ist die Medizin soweit fortgeschritten, um auch diesen Personen zu helfen. So gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, wie Operationen, die dem Patienten wieder ein geregeltes Essverhalten ermöglichen sollen. Eine Maßnahme bildet der Magenballon. Im weiteren Verlauf werden die am häufigsten gestellten Fragen zum Thema der Magenballon Operation beantwortet:

Wann ist ein Magenballon erforderlich und sinnvoll?
Es gibt neben der Magenballon-OP auch noch weitere Verfahren, wie dem Magenband. Doch dazu müssen die Patienten voll narkotisiert werden, was ein erhöhtes Risiko bei sehr stark übergewichtigen Personen darstellt. Somit dient ein Magenballon der ersten Maßnahme und Hilfestellung zur Gewichtsabnahme.

Wie läuft die Operation ab?
Zuerst wird der Magen per Endoskopiekamera untersucht. Werden keine Abnormalitäten im Bereich der Magenwände festgestellt, kann die OP beginnen. Der Arzt betäubt zuerst den Unterkiefer. Nun wird ein aus Silikon bestehender Ballon mit Hilfe eines Schlauches durch den Mund und anschließend durch die Speiseröhre in den Magen geführt. Der narkotisierte Kehlkopf verhindert dabei den Schluckreiz. Ist der Magenballon platziert, so wird er mit einer sterilen Kochsalzlösung gefüllt und vom Schlauch getrennt.

Wie wirkt ein Magenballon?
Durch den neu eingenommen Platz im Magen verspürt der Patient schneller ein Sättigungsgefühl beziehungsweise seltener ein starkes Hungergefühl. Außerdem kann der Patient gar nicht die Mengen, die er vor der OP aß, essen, da ihm dabei automatisch schlecht wird und ein unangenehmes Übelkeitsgefühl auftritt.

Wie lange dauert die OP?
Der Eingriff alleine dauert in der Regel nur eine halbe bis eine Stunde. Jedoch muss der Patient nach der OP regelmäßig untersucht werden.

Wie lange bleibt ein Magenballon im Magen?
Etwa 6 bis 10 Monate. Danach wird dieser entfernt und es können, bei geglückter Gewichtsabnahme, bei Bedarf und wenn keine Komplikationen erfolgt sind, weitere OPs folgen.

Wer übernimmt die Kosten?
Die Kostenübernahme gestaltet sich als sehr schwierig. Oft wird der Einsatz von der Krankenkasse übernommen, es kommt jedoch immer wieder zu Ablehnungen der Kostenübernahme. Die Kosten einer Magenballon-OP betragen in der Regel 4.000 Euro.

 

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