Magenband Behandlung

Eine Magenband Behandlung ist ein medizinischer Eingriff, der bei Menschen, die unter starkem Übergewicht leiden, vorgenommen werden kann, um eine Gewichtsabnahme herbeizuführen.

Welche Methoden gibt es?

Bei dem Eingriff wird ein kleiner Teil des Magens mithilfe eines verstellbaren Schnürrings zu einem separaten, kleineren "Vormagen" abgebunden, in dem sich die aufgenommene Nahrung zunächst sammelt, bevor sie in den eigentlichen Magen gelangt.
Durch den kleineren Umfang dieses Vormagens reichen dem Patienten nach der Operation kleinere Mengen an Nahrung, um ein Sättigungs- und Völlegefühl zu erzeugen und es wird automatisch weniger Nahrung aufgenommen. Dieses Sättigunsgefühl hält zwar nur kurz an, reicht jedoch aus, die Nahrungsgewohnheiten grundlegend umzustellen und den Patienten an das neue Essverhalten zu gewöhnen.


Durch diese Methode ist es möglich, in kurzer Zeit durchschnittlich 16 % des Ausgangsgewichts zu verlieren.
Das Magenband kann, sofern keine Unverträglichkeiten auftreten, an seinem Platz belassen werden, da nach einer Entfernung das Risiko der erneuten Gewichtzunahme hoch ist.

Für wen ist dieser Eingriff zu empfehlen?

Empfohlen wird eine Magenband Behandlung Menschen, die seit mehr als fünf Jahren mit schwerer Adipositas (Übergewicht durch Fettliebigkeit) und einem Body Mass Index von über 40 zu kämpfen haben und bei denen alle andere Methoden, einen Gewichtsverlust zu erzielen, auch unter ärztlicher Aufsicht erfolglos geblieben sind.
Die Patienten sollten zudem ein Mindestalter von 18 Jahren nicht unter-, sowie ein Höchstalter von 60 Jahren nicht überschreiten, da der Eingriff sonst erhöhte Risiken mit sich bringen könnte.

Sollte das Übergewicht von einer Krankheit, wie beispielsweise einer Schilddrüsen-Unterfunktion herrühren, wird ebenso von der Behandlung abgeraten, da in diesem Fall kein Effekt erzielt werden könnte. Gesundheitsprobleme, die erst durch die Adipositas entstanden sind, wie beispielsweise Gelenkschmerzen oder Diabetes, können durch die Magenband Behandlung eingedämmt bzw. weitgehend kuriert werden.
Zudem kann sich nur dann ein Erfolg einstellen, wenn der Patient auch mental gewillt ist, seine Essgewohnheiten wirklich umzustellen und dafür auch die Willenskraft aufbringen kann, auf Süßigkeiten etc. zu verzichten und sich fortan langfristig auf eine gesündere Ernährung umzustellen.

Erfüllt ein Patient diese Kriterien, übernimmt im Normalfall die Krankenkasse die vollen Kosten für den Eingriff, da dieser sich als medizinisch sinnvoll und notwendig erweist.

Gibt es Risiken?

Der Eingriff kann Komplikationen mit sich bringen. Die Risiken und Spätfolgen, die eine Magenband Behandlung mit sich bringen kann, sind unter anderem mögliche Infektionen, häufiges Erbrechen vor allem bei übermäßiger Nahrungszufuhr, Unverträglichkeit der Materialien, ein mögliches Einschneiden des Magenbands in den Magen, sowie ein Verschluss des Übergangs zwischen Vormagen und eigentlichem Magen beim Verschlucken von größeren Gegenständen. Zudem besteht bei übergewichtigen Patienten ein erhöhtes Operationsrisiko.

 

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