Fettgewebe

Das Fettgewebe ist eine Form des Bindegewebes, das an verschiedenen Stellen des Körpers auftritt und aus Fettzellen, genannt Adipozyten, aufgebaut ist. Die Hauptaufgabe einer Fettzelle ist es, das Fett in ihrem Leib zu speichern und dies auch wieder ausschütten zu können. Es gibt zwei unterschiedliche Formen des Fettgewebes, die beide unterschiedliche Funktionen innehaben. Dies wäre zum Einen das braune und zum Anderen das weiße Fettgewebe. Die Fettzellen können einzeln oder in Gruppen überall im Körper vorkommen.

Das weiße Fettgewebe erfüllt drei verschiedene Funktionen:

Als erstes hat es die Funktion als Speicher- oder Depotfett. Ein Mensch hat einen so hohen Fettanteil im Körper, dass er fast 40 Tage ohne Essen überleben kann. Schlanke Menschen haben einen Fettanteil von ca. 10%, Menschen mit Normalgewicht erreichen ein Fettdepot von über 15-25 % und wenn der Fettanteil weit über 50 % des Körpergewichtes ausmacht, handelt es sich hierbei um fettleibige Menschen. Hauptsächlich die Fettschicht am Bauch erfüllt ihren Zweck als Fettdepot.

Weiters dient das weiße Fettgewebe als Isolierfett. Das Fett an sich ist kein guter Wärmeleiter und daher schützt vor allem die Speckschicht im Bauch vor Wärmeverlust. Ca. 60% des Gesamtfettes finden wir in der Unterhaut und die restlichen 40% liegen im Bauchraum.

Als dritte Funktion dient das weiße Fett als Baufett. An bestimmten Stellen dient das Fettgewebe auch als mechanischer Schutz in Form eines Fettpolsters. Dies ist unter der Fußsohle, an Gelenken und Gesäß, sowie als Organlager, so im Nierenlager, bei den Herzkranzgefäßen und unter dem Augapfel der Fall. Wenn es zu einer mangelnden Nahrungsaufnahme kommt, wird das Baufett als letzte Reserve herngezogen. Es gibt einige wenige Stellen am Körper, die frei von Fett sind. Dies sind die Ohrmuschel, Hand- und Fußrücken und bei Männern auch noch der Hodensack.

 

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