Entweder aus rein ästhetischen Gründen, wegen einer subjektiv wahrgenommenen Unzufriedenheit mit dem natürlichen Busen, oder wegen einer medizinisch indizierten Operation. Dieses bedeutet, dass eine Fehlbildung der weiblichen Brust vorhanden ist, wegen welcher diese entstellt wirkt. Ein weiteres Beispiel ist die Brustvergrößerung nach einer Brustamputation wegen einer Krebserkrankung. In der Bundesrepublik Deutschland werden jährlich ca. 25.000 Brustvergrößerungen vorgenommen. Von dieser enormen Zahl, sind mehr als 12.000 Frauen unter 25 Jahre alt.
Die ersten Versuche einer Brustvergrößerung wurden im 19. Jahrhundert unternommen, jedoch ohne viel Erfolg. Nach mehr als hundert Jahren des Experimentierens, wurde im Jahr 1961 das erste funktionierende Silikonimplantat von zwei amerikanischen Ärzten erfunden. Heute gibt es verschiedene Möglichkeiten wie das Brustimplantat eingeführt werden kann. Zuerst wird vom Schönheitschirurgen ein Hautschnitt gemacht. Dieser Hautschnitt, den man nach der Brustoperation so wenig wie möglich sehen sollte, kann in der Unterbrustfalte, in der Achselhöhle oder auch durch den Warzenhof stattfinden. Bei der Verwendung von Kochsalzlösung als Implantat, kann der Hautschnitt auch im Bauchnabel erfolgen. Der behandelnde Chirurg schiebt danach das Implantat ein. Bei der submuskulären Implantation wird das Implantat unter den Brustmuskel implantiert. Dies geschieht am meisten bei Frauen die dünn sind und somit sehr wenig Fettgewebe haben. Bei der subglandulären Implantation wird das Implantat oberhalb des Brustmuskels und genau unter der Brustdrüse implantiert.
Das Brustimplantat selbst besteht aus zwei zusammengefügten Teilen, der Hülle und der Füllung. Die Hülle besteht aus weichem Silikon, und wird als glatte oder texturierte Ausführung produziert. Die texturierte Hülle verwächst mit der Umgebung und reduziert so das Risiko einer Kapselfibrose, welche die gefährlichste Nebenwirkung einer Brustvergrößerung sein kann. Die Füllung der Implantate besteht entweder aus Silikongel oder aus einer Kochsalzlösung.