Tumezent ist latein für geschwollen. Das Fettgewebe wird vor der eigentlichen Operation aufgepumpt. Die Menge der Flüssigkeit ist abhängig von der Menge des abzusaugenden Fettgewebes sowie von Größe und Gewicht des Patienten.
Grundsätzlich gilt der Grundsatz: Je mehr Fettgewebe entfernt werden soll, desto mehr Flüssigkeit muss verwendet werden. Die Obergrenze der verwendbaren Flüssigkeitsmenge liegt jedoch bei sechs Litern.
Die Bindegewebsstränge in der abzusaugenden Region werden mit Hilfe der Flüssigkeit auseinander gedrückt und somit vor einer möglichen Beschädigung geschützt. Die Flüssigkeit weicht nach einer halbstündigen Einwirkzeit das Fett in der Gewebszone auf und die Fettzellen lösen sich aus Nerven. Bindegewebe, Blut- und Lymphgefäßen. Dies führt nicht nur zu einer leichteren Entfernung des Fettgewebes, sondern schützt auch das umliegende Gewebe vor einer möglichen Beschädigung.
Der Durchmesser der zur Absaugung verwendeten Kanülen steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der benötigten Zeit. Je größer der Durchmesser der Kanüle ist, desto stärker ist das Risiko für Unregelmäßigkeiten und Dellen in der Haut.
Anders als bei der klassischen Tumeszenztechnik, bei der die Menge der Flüssigkeit gleich der Menge des abzusaugen den Fettgewebes ist, verwendet man bei der Super Tumeszenztechnik in der Regel erheblich mehr Flüssigkeit, die mit lokalen Betäubungsmitteln versetzt ist. Da das Behandlungsgebiet somit schmerzfrei gemacht wurde, kann auf die übliche Vollnarkose bzw. den Dämmerschlaf während der Behandlung verzichtet werden.
Jedoch ist diese Supernass-Technik durch die erhöhte Flüssigkeitsmenge belastender für den Organismus und der Blutverlust kann im Gegensatz zu der regulären Tumeszenztechnik ebenfalls höher ausfallen. Die Tumeszenztechnik ist Einschätzungen der amerikanischen Gesellschaft für plastische Chirurgie zufolge, die sicherste momentan angewandte Operationsmethode zur Fettentfernung.