Wer sich also mit dem Gedanken einer Schweißdrüsenentfernung mittels kosmetischer Chirurgie beschäftigt, sollte sich gut überlegen ob dies wirklich notwendig ist. Indiziert ist eine Schweißdrüsenentfernung daher in der Regel nur bei einer übermäßigen Schweißproduktion, der sogenannten Hyperhidrose. Von Hyperhidrose spricht man, wenn die Schweißabsonderung das physiologische Maß übersteigt. Durch übermäßiges Schwitzen in den Achseln, den Händen, den Füßen und auch an der Stirn können bei dem Betroffenen Probleme im sozialen Bereich auftreten. Der dadurch entstehende Leidensdruck gibt Anlass über eine Schweißdrüsenentfernung an den Problemstellen nachzudenken, sofern eine vorherige medikamentöse Therapie keinen Erfolg gezeigt hat.
Die modernen Behandlungsmethoden für eine Schweißdrüsenentfernung reduzieren die Schönheitsoperation auf ca. eine Stunde. Der ambulante Eingriff wird unter Voll- oder Teilnarkose durchgeführt. Es werden lediglich zwei 5 bis 10mm lange Einschnitte in die Haut durchgeführt. Nach der Absaugung sind etwa 70 - 90% der Schweißdrüsen in diesem Bereich entfernt. Der auf die behandelte Stelle angelegte Druckverband sollte noch etwa 2 Tage getragen und regelmäßig erneuert werden.
Etwa 2 Tage nach dem Eingriff können sich die Patienten wieder ihrem normalen Alltag widmen. Die Erfolgsquote dieser subkutanen Schweißdrüsensaugkürettage beträgt bis zu 90% und ist gegenüber der älteren Methode der Schweißdrüsenexzision, bei der ganze Hautareale entfernt wurden und es häufig zu Wundheilungsstörungen kam, klar im Vorteil.
Die Preise des plastisch-chirurgischen Eingriffs einer Schweißdrüsenabsaugung können etwa zwischen 1200 - 2200 Euro liegen und müssen in der Regel selbst übernommen werden. Vor einer Schweißdrüsenabsaugung sollte auf jeden Fall eine Beratung mit dem Hausarzt oder einem anderen Arzt des Vertrauens durchgeführt werden.